Eine Hautpflegelinie zu entwickeln ist das eine, sie zu vermarkten das andere. Lernen Sie, überzeugende Produktbeschreibungen zu schreiben, die Kunden anziehen, und Hautpflege wirksam über soziale Medien, Influencer und SEO-Strategien zu vermarkten.
Wenn Sie Cremes, Seren, Seifen oder andere Haut- und Haarpflegeprodukte online verkaufen, ist ein wirksamer Marketing- und Branding-Plan für Hautpflege einer der effektivsten Wege, den Umsatz zu steigern und Ihre Produkte bekannt zu machen.
Wirksame Marketingpläne können Social-Media-Kampagnen, Influencer-Kooperationen und Content-Erstellung umfassen (dazu später mehr), doch sie beginnen beim Fundament Ihres Unternehmens: Ihrer Marke, Ihren Produktbeschreibungen und der Art, wie Sie sich von Wettbewerbern abheben.
Die eigene Markenstimme zu kennen und zu wissen, an wen Sie verkaufen, ist der erste Schritt, um Ihre Marke zu vermarkten. Jede Hautpflegemarke unterscheidet sich darin, welche Kunden sie anspricht, wie sie auftritt und welche Produkte sie auswählt.
Dennoch haben Hautpflegeunternehmen Gemeinsamkeiten, und es lohnt sich, die wichtigsten davon zu betrachten und sich zu fragen: Wie sollte eine Produktseite aussehen? Welche Details möchten Kunden hervorgehoben sehen? Wie entdecken Kunden ihr nächstes Lieblingsprodukt?
In diesem Überblick befassen wir uns mit Marketingstrategie für Hautpflege, Ideen zur Promotion von Hautpflege, Werbung für Hautpflege und vielem mehr.
Selbst Unternehmen mit einem herausragenden Produkt können Schwierigkeiten beim Verkauf haben, wenn ihre Marketingstrategie nicht stimmt.
Hier ein Überblick über die verschiedenen Marketingformen, mit denen Sie Aufmerksamkeit auf Ihre Hautpflegeprodukte lenken können.
1. Verstehen Sie Ihre Hautpflegemarke, Ihre Wettbewerber und Ihren Zielmarkt
Festzulegen, was Ihre Marke genau ausmacht und wer sie kaufen wird, ist der erste Schritt Ihres Marketings. Sie können potenziellen Kunden erst dann sagen, was sie von Ihrer Hautpflegelinie erwarten dürfen, wenn Sie genau wissen, was Sie verkaufen und warum.
Ihre Hautpflegemarke definieren
Ihre Marke ist mehr als Logo und Firmenname. Sie umfasst diese Elemente, definiert aber auch Ihr Wertversprechen: welchen Nutzen Sie Kunden bieten, wenn sie Ihr Produkt verwenden. Ihr Wertversprechen sollte konkret sein, Sie von Wettbewerbern abheben und Käufern sagen, welches Problem bzw. welchen „Pain Point“ Sie für sie lösen.
Einige Fragen, die Sie sich stellen sollten:
- Was können Ihre Produkte, was andere nicht können? Sind sie einfacher anzuwenden oder wirksamer als die Ihrer Wettbewerber?
- Welches Haut-, Hygiene- oder Kosmetikthema können Ihre Produkte lösen oder verbessern?
- Was macht Ihre Pflegelinie einzigartig? Verwenden Sie spezielle oder rein natürliche Inhaltsstoffe? Setzen Sie auf umweltfreundliche Praktiken?
Seien Sie konkret. Ihre Marke als „beste Hautpflege der Welt“ zu bezeichnen, ist vage, übertrieben und sagt Ihren Kunden nichts über Ihre Produkte. Ein Slogan wie „Clean Skincare aus den besten Inhaltsstoffen“ zeigt dagegen, dass Sie auf hochwertige natürliche Inhaltsstoffe setzen und offenlegen, woraus Ihre Produkte bestehen.
Nehmen wir Glossier. Die Marke präsentiert sich als „The New Beauty Essentials“ und „Skincare & Beauty Products Inspired by Real Life“. Kunden können also unkomplizierte Produkte erwarten, und die Marke bietet eine Kollektion von Hautpflege-Basics wie Reinigungsprodukten und Feuchtigkeitscremes. The Ordinary präsentiert sich als „Clinical Formulations with Integrity“: Hier sind gut getestete Produkte mit belegten Ergebnissen zu erwarten, bei denen man an jemanden im Laborkittel denkt. Dieses Markenbild spiegelt sich in der Verpackung wider, die schlicht gestaltet ist und die Wirkstoffe jedes Produkts in den Vordergrund stellt.
Sehen Sie sich verschiedene große Hautpflegemarken an, um zu verstehen, wie Slogans und Design ineinandergreifen.
Den Hautpflegemarkt kennen
Der nächste Punkt auf Ihrer Checkliste: herausfinden, wer Ihre Kunden sind und was Ihre Wettbewerber tun. Das ist entscheidend für den Start einer Marketingkampagne, denn Sie wollen keine wertvolle Zeit und kein Geld verlieren, indem Sie an Menschen verkaufen, die sich gar nicht für Hautpflege interessieren. Anti-Aging-Seren an Teenager zu verkaufen, dürfte zum Beispiel schwierig werden.
Wenn Sie Ihre Zielgruppe kennen, fällt es Ihnen leichter, weitere Produkte hinzuzufügen, weil Sie bereits wissen, was Ihre Kunden sehen möchten.
Nehmen Sie sich Zeit für folgende Fragen:
- Welches Alter, Geschlecht, welche Herkunft und welches Einkommen haben Ihre Kunden?
- Welche Interessen und Hobbys haben sie?
- Wo leben sie?
- Welche Social-Media-Plattformen nutzen sie am meisten?
- Was erwarten sie von ihren Hautpflegeprodukten?
- Welche Produkte verwenden sie derzeit?
- Was würde sie motivieren, ein neues Produkt auszuprobieren?
Sie können noch weiter gehen, indem Sie Ihre eigene Kundendatenbank analysieren, Ihre Kunden mit einem Tool wie SurveyMonkey befragen oder Branchendaten von Dritten recherchieren.
Um sich ein Bild vom Wettbewerb zu machen, sehen Sie sich Websites, Anzeigen und Social-Media-Beiträge Ihrer Wettbewerber an und beobachten Sie, wie sie verkaufen. Wie sehen die Models aus? In welchem Umfeld zeigen sie ihre Produkte? Vermitteln sie Luxus oder etwas Erschwinglicheres?
2. Produktbeschreibungen für Hautpflege, die überzeugen
Ein Schlüssel für wirksames Marketing ist Ihre Fähigkeit, die wichtigsten Einwände Ihrer Kunden zu verstehen und zu entkräften, also alle Gründe, die sie vom Kauf abhalten. Ein Produktbild und ein knalliger „Jetzt kaufen“-Button reichen nicht aus, vor allem, wenn Sie ein Luxus-Hautpflegeprodukt verkaufen.
Die Bedenken der Kunden entscheiden maßgeblich darüber, ob sie kaufen oder nicht. Bei den meisten Hautpflegeprodukten lautet die größte Sorge: „Wirkt das überhaupt?“ Die Menschen wollen Belege, aber sie sitzen zu Hause vor dem Bildschirm und können das Produkt nicht ausprobieren. Wie können Sie diese Sorge ausräumen und handfeste Belege liefern, dass sie auf „In den Warenkorb“ klicken sollten?
Mit detaillierten Produktbeschreibungen, die alle möglichen Einwände der Kunden beantworten, bewegen Sie sie zu einem überzeugten Kauf.
Welches Ergebnis liefern Ihre Hautpflegeprodukte?
Menschen kaufen keine Produkte, sie kaufen Ergebnisse. Kunden suchen nach Lösungen, die ihnen helfen. Ihre Produkte sind nur das Werkzeug, mit dem sie dorthin gelangen.
Wer sich zum Beispiel für Produkte gegen Unreinheiten interessiert, will nicht einfach seinen Badezimmerschrank mit einem weiteren Produkt füllen. Er kauft diese Produkte, weil er sich ein reineres Hautbild wünscht.
Unternehmen sehen ihre Produkte naturgemäß als Bündel von Eigenschaften. Eigenschaften sind wichtig. Um wirklich erfolgreich zu sein, sollten Anbieter von Hautpflege aber darüber nachdenken, was ihre Kunden letztlich wollen und was sie mit ihren Produkten erreichen möchten.
Nehmen wir als Beispiel die Beschreibung einer Anti-Aging-Nachtmaske von Estée Lauder.
Nichts in diesem Text sagt der Kundin wirklich, was die Maske bewirkt. Sie verspricht „jugendliche Feuchtigkeit“, aber heißt das, dass sie einfach Feuchtigkeit spendet, oder dass sie feine Linien und Fältchen mildert? Bedeutet „hilft, Feuchtigkeit zu binden“, dass sie eine Nachtcreme ersetzt? Begriffe wie „frischer“ oder „erneuert“ klingen angenehm, bleiben aber vage.
Dieses Pflegeprodukt von Origins gegen Pickelmale ist dagegen deutlich klarer, was die Wirkung des Produkts angeht.
Nichts in diesem Text sagt der Kundin wirklich, was die Maske bewirkt. Sie verspricht „jugendliche Feuchtigkeit“, aber heißt das, dass sie einfach Feuchtigkeit spendet, oder dass sie feine Linien und Fältchen mildert? Bedeutet „hilft, Feuchtigkeit zu binden“, dass sie eine Nachtcreme ersetzt? Begriffe wie „frischer“ oder „erneuert“ klingen angenehm, bleiben aber vage.
Dieses Pflegeprodukt von Origins gegen Pickelmale ist dagegen deutlich klarer, was die Wirkung des Produkts angeht.
Die Beschreibung sagt dem Käufer, dass das Produkt überschüssigen Talg entfernt und Verfärbungen optisch ausgleicht, genau das, wonach jemand mit unreiner Haut suchen könnte.
Oder diese Creme von Dr.Jart+.
Die Beschreibung nennt das Ergebnis klar: Feuchtigkeit und optisch aufgehellte Augenschatten.
Ihre Beschreibungen müssen nicht lang, kompliziert oder poetisch sein: Sagen Sie dem Kunden einfach, was er erwarten kann.
Um die Erwartungen noch klarer zu machen, empfiehlt es sich, in der Beschreibung auch die Anwendung des Produkts zu erklären.
Inhaltsstoffe von Hautpflegeprodukten
Die vollständige Liste der Inhaltsstoffe eines Produkts einsehen zu können, wird für Verbraucher immer wichtiger. Hautpflegeunternehmen müssen sich auf diese wachsende Nachfrage nach Transparenz einstellen.
Oft sehen wir Hautpflegeunternehmen, die nur einen Teil der Inhaltsstoffe angeben und den Rest verschweigen. Doch das ist vielleicht nicht die beste Wahl. Alle Inhaltsstoffe aufzulisten, ist ein guter Weg, Vertrauen bei potenziellen Kunden aufzubauen: Sie zeigen, dass Sie nichts zu verbergen haben und hinter Ihren Rezepturen stehen.
Sehen Sie sich zum Beispiel dieses Gesichtsöl bei Net-A-Porter an. Es listet jeden Inhaltsstoff auf und erklärt in Klammern die Bedeutung einiger verwirrend klingender Begriffe. Übertriebene Werbung ist dabei nicht nötig. Schon die Auflistung der Inhaltsstoffe in einem eigenen Reiter oder Abschnitt reicht, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen.
Wenn natürliche Inhaltsstoffe Teil Ihrer Marke sind, ist das ein hervorragender Weg, darauf aufmerksam zu machen. Wenn das nicht Ihr Stil ist, ist das auch in Ordnung. Produkte mit nicht zu 100 % natürlichen Inhaltsstoffen, etwa Konservierungsmitteln, verkaufen sich nicht zwangsläufig schlechter als rein natürliche Alternativen. Sie sprechen einfach andere Kundensegmente an. Auch hier zählt Transparenz.
Sie können auch die Inhaltsstoffe hervorheben, die Sie nicht verwenden. Auf der Website von Sephora gibt es in den Produktbeschreibungen zum Beispiel einen Abschnitt namens „Ingredient Callouts“. Dort steht, ob ein Produkt umstrittene Inhaltsstoffe enthält oder nicht, etwa Phthalate (in Kunststoffen verwendet), Parabene (ein Konservierungsmittel) und Sulfate (oft in Haarpflegeprodukten). Diese Informationen helfen allen, die Produkte ohne diese Inhaltsstoffe suchen. Der Shop hat außerdem ein Label „Clean at Sephora“ für Produkte, die frei von einer Liste umstrittener Inhaltsstoffe sind.
Sie können auch angeben, ob Ihre Produkte vegan oder tierversuchsfrei sind.
Belege und Bewertungen zu Ihren Hautpflegeprodukten liefern
Es gibt keinen besseren Weg, die Wirksamkeit Ihrer Produkte zu zeigen, als die Ergebnisse Ihrer Kunden. Wurden Ihre Produkte dermatologisch getestet, erwähnen Sie das auf Ihren Produktseiten und heben Sie es mit einem Siegel oder einer Grafik zusätzlich hervor.
Ein weiteres Beispiel ist Estée Lauder. Die Beschreibung dieses Produkts enthält einen eigenen Text, der die positiven Effekte bei Frauen aller Ethnien hervorhebt.
Die Stichprobe ist zwar klein, und die Marke legt das offen, doch die Kunden fühlen sich bestätigt.
Ein einfacher Weg zu solchem Feedback: Lassen Sie Kunden Bewertungen schreiben. Nachweislich helfen sie, Käufer zum Kauf zu bewegen.
Verständlicherweise sorgen Sie sich um negative Bewertungen. Doch selbst weniger begeisterte Bewertungen schaffen Vertrauen, weil sie zeigen, dass Sie Kritik weder verändern noch verstecken.
Sephora nutzt das zu seinem Vorteil: Jeder mit einem Konto darf eine Bewertung abgeben.
Kunden bewerten nicht nur die Produkte und schreiben ihre Eindrücke, sie können auch Fotos hochladen, die zeigen, wie das Produkt auf ihrer Haut oder ihrem Haar wirkt. Außerdem kann jeder Nutzer seinen Haut- und Haartyp angeben, sodass Kunden sicher sein können, dass die Bewertung auf sie zutrifft. Produkte lassen sich zudem nach den besten Bewertungen sortieren. Durch all diese Elemente machen die Kunden von Sephora das Marketing praktisch selbst.
3. Social-Media-Marketing nutzen
Social-Media-Marketing für Ihre Hautpflegemarke ist ein hervorragender Weg, Umsatz zu erzielen, Ihre Marke bekannt zu machen, passende Influencer für Kooperationen zu finden und Kunden zu binden. Zudem sind diese Tools kostenlos, es sei denn, Sie schalten bezahlte Werbung für Ihre Hautpflegeprodukte.
Eine Social-Media-Strategie aufzubauen, kann jedoch entmutigend sein. Viele Plattformen buhlen um die Aufmerksamkeit der Nutzer, und es ist nicht leicht zu wissen, wo man anfangen soll. Der erste Schritt lautet daher: sich nicht überfordern lassen.
Einige Plattformen, die Sie ausprobieren können:
- TikTok
- X (ehemals Twitter)
- Snapchat
Es gibt spezialisiertere Seiten wie Tumblr und Reddit-Communities, doch die oben genannten sind die beliebtesten und meistbesuchten und damit der beste Ausgangspunkt.
Jede Plattform hat ihren eigenen Content-Stil, eigene Unternehmenskonten und integrierte Self-Service-Werbeoptionen. Das TikTok-Publikum schätzt zum Beispiel Authentizität und vertraute Gesichter sehr. Bei den Custom Audiences von Facebook können Sie Ihre Zielgruppen sehr genau und detailliert festlegen. Snapchat und TikTok setzen ganz auf Video, während Sie bei Facebook, Twitter und Instagram Videos und Standbilder mischen können.
Bei so vielen Plattformen ist es wichtig, sich nicht zu übernehmen. Wer alle Plattformen gleichzeitig bespielen will, riskiert, auszubrennen und wenig überzeugende Inhalte zu produzieren, die nicht das gewünschte Engagement bringen. Besser auf ein oder zwei Plattformen richtig stark sein, als sich mit allen abzumühen, vor allem mit kleinem Team oder als Einzelkämpfer.
Wählen Sie zum Einstieg ein oder zwei Plattformen aus, auf denen Sie präsent sein möchten, und beobachten Sie, was Ihre Wettbewerber tun und wie sie die verschiedenen Plattformen unterschiedlich nutzen.
Für jede Plattform sollten Sie festlegen:
- Was erhoffen Sie sich von der Plattform (zum Beispiel mehr Umsatz oder Bekanntheit)?
- Wer ist Ihre Zielgruppe?
- Was ist Ihr Ziel (zum Beispiel eine bestimmte Zahl an Followern oder Interaktionen innerhalb von sechs Monaten)?
- Welche Art von Inhalten werden Sie im Rahmen Ihrer Fähigkeiten erstellen?
Wenn Sie diese Ziele festlegen, bleiben Sie auf Kurs und können später besser beurteilen, ob Ihre Strategie funktioniert oder verbessert werden muss.
Was Sie konkret posten sollten? Sehen wir uns einige Beispiele an.
Zeigen Sie, wie Ihre Produkte funktionieren
Purl Beauty hat mit seinem Account @Facialmasklab 1,3 Millionen Follower auf TikTok gewonnen. Über diesen Account vermarktet die Marke ihr Maskengerät, mit dem Nutzer zu Hause eigene Gesichtsmasken herstellen können. In den beliebten Videos zeigt sie, wie man Masken aus den unterschiedlichsten Zutaten herstellt, etwa diese mit Matcha-Grüntee. Die Videos liefern Ideen für die Nutzung des Geräts und sind angenehm anzusehen. Sie können zum Beispiel zeigen, wie man ein Reinigungsprodukt oder einen Make-up-Entferner für einen glamourösen Look aufträgt oder einen Gesichtsroller verwendet.
An Aktionstagen mit angesagten Keywords posten
In den sozialen Medien gibt es jeden Tag irgendeinen Anlass. Zum Nationalen Kaffeetag teilte Lush auf Twitter Fotos und einen Link zu seiner Maske Cup O‘ Coffee.
So binden Sie auf unterhaltsame Weise einen angesagten Hashtag in Ihr Marketing ein und gewinnen an Reichweite. Sie haben eine Seife in Donut-Form? Der Nationale Donut-Tag ist im Juni. Sie verwenden rein natürliche Produkte? Der Nationale Tag der Clean Beauty ist im Juli. Auf dieser Website finden Sie weitere Aktionstage zum Einplanen.
Nutzer- und Influencer-Inhalte teilen
Wenn Kunden Sie in den sozialen Medien finden, werden Sie vielleicht von Menschen markiert, die selbst Beiträge über Ihre Produkte veröffentlichen. Das kann sehr bestätigend und aufregend sein. Passiert das zum Beispiel auf Instagram, können Sie den Beitrag ganz einfach in Ihren Stories teilen.
Ansonsten gehört es zum guten Ton, nachzufragen und um Erlaubnis zum Teilen zu bitten, und den Kunden immer zu nennen, wenn Sie seinen Beitrag erneut hochladen. Sie können Kundenbeiträge sogar fördern, indem Sie dafür Rabattcodes vergeben. Ein weiterer Weg, solche Inhalte zu verbreiten: mit Influencern arbeiten oder kostenlose Produkte verschicken.
Umfragen oder Fragerunden erstellen
Wenn Sie nicht wissen, was Sie posten sollen, genügt manchmal eine Frage. Viele Plattformen haben integrierte Umfragefunktionen, oder Sie bitten die Nutzer einfach, in den Kommentaren zu antworten. Das fördert das Engagement, weil Menschen zur Interaktion mit Ihren Beiträgen angeregt werden.
4. Mit Hautpflege-Influencern arbeiten
Beginnen wir mit einer Fallstudie: CeraVe. Die Hautpflegelinie gehört heute zu L’Oréal, richtet sich an zu Unreinheiten neigende Haut und existiert seit 2005. Ihr Markenauftritt ist eher klinisch: ein schlichter Look, der unterstreicht, dass die Rezepturen gemeinsam mit Dermatologen entwickelt wurden.
2020 erlebte CeraVe einen viralen Moment, als der TikTok-Creator Hyram Yarbro, besser bekannt als @hyram, die Marke in einem Überblick über Hautpflege aus der Drogerie lobte. Hyram Yarbro ist zwar kein Dermatologe, hat aber über sechs Millionen Menschen an sich gebunden, die seinen Hautpflegetipps vertrauen.
Seine Empfehlung gab der Marke neuen Schwung und brachte Berichte in Vogue, auf BuzzFeed und bei CNN. L’Oréal nahm Yarbro daraufhin klugerweise als bezahlten Influencer unter Vertrag, der Videoinhalte zur Bewerbung der Marke erstellt.
Vielleicht haben Sie nicht das Marketingbudget von L’Oréal oder das Glück, von jemandem mit Millionen Followern ausgewählt zu werden. Doch das Beispiel zeigt, welche Macht Influencer haben, um Buzz zu erzeugen und sogar Medienaufmerksamkeit zu gewinnen.
Influencer werden meist nach ihrer Followerzahl eingeteilt. Hier eine grobe Orientierung.
- Nano-Influencer: 1 000 bis 10 000 Follower
- Mikro-Influencer: 10 000 bis 100 000 Follower
- Mid-Tier-Influencer: 100 000 bis 500 000 Follower
- Makro-Influencer: 500 000 bis 1 Million Follower
- Mega-Influencer: 1 Million Follower und mehr
Die Followerzahl hängt mit der Vergütung zusammen, die ein Influencer für eine Kooperation verlangen kann. Große Influencer haben zwar das größte Publikum, ein Vertrag mit ihnen kann aber sechsstellige Summen erreichen und muss womöglich über einen Agenten oder Manager laufen. Diese Verträge sind komplizierter, haben aber die größte Reichweite.
Kleinere Influencer verlangen dagegen weniger Geld, und Sie erreichen sie wahrscheinlich einfach per Direktnachricht oder E-Mail. Die Daten zeigen zudem, dass Nano-Influencer höhere Engagement-Raten haben als große Accounts: laut Grin 18 % pro Beitrag gegenüber 4 % bei Mega-Influencern.
Die Auswahl der passenden Influencer erfordert etwas Arbeit. Suchen Sie auf verschiedenen Social-Media-Plattformen, etwa TikTok, Instagram und Snapchat, nach Hashtags rund um Hautpflege und identifizieren Sie die einflussreichen Personen in diesem Bereich.
Wenn Sie interessante Personen gefunden haben, kontaktieren Sie sie, fragen Sie nach den Konditionen und entscheiden Sie, mit wem Sie arbeiten möchten. Vergessen Sie nicht, dass Sie auf sie zugehen: Sagen Sie ihnen, warum Ihre Marke Ihrer Meinung nach zu ihnen passt.
Wenn Sie einen Influencer-Vertrag abschließen, ist es wichtig, Ihre Erwartungen festzulegen: Bezahlen Sie für einen einzelnen Beitrag? Eine Story in mehreren Teilen? Eine Videoserie? Wenn klar festgelegt und vertraglich geregelt ist, was erwartet wird, erleichtert das allen Beteiligten die Zusammenarbeit.
Bei Hautpflege können Sie den Influencer bitten, das Produkt in einem Video zu verwenden oder regelmäßig über die Wirkung des Produkts zu berichten.
Sie können es auch einfach versuchen und Influencern kostenlose Produkte schicken. In der Branche nennen Influencer solche Geschenke „PR“, und wenn eine große Beauty- oder Hautpflegelinie auf den Markt kommt, ist der Hype groß, wer die begehrten Produkte erhält.
Doch das kann ein Glücksspiel sein. Viele Influencer mit ordentlicher Followerzahl veröffentlichen keine positiven Beiträge im Tausch gegen Gratisprodukte. Und selbst wenn sie etwas posten, können Sie ohne bezahlte Vereinbarung oder Vertrag nicht garantieren, dass die Beiträge positiv ausfallen oder dass überhaupt etwas veröffentlicht wird.
5. In Content-Marketing investieren
Inhalte begleitend zu Ihren Produkten zu erstellen, ist ein kluger Weg, Traffic zu gewinnen und durch Ihr Fachwissen Vertrauen aufzubauen. Mehr als die Hälfte der Marketer setzt Content-Marketing ein. Es ist ein wirksamer Weg, Engagement und SEO-Traffic zu erzeugen und Ihre Marke weiterzuentwickeln. Manche haben aus einem Blog sogar ein echtes Unternehmen gemacht.
Wenn Sie ein Hautpflegeunternehmen führen, verfügen Sie wahrscheinlich über viele nützliche Informationen, die Ihre Kunden interessieren. Ein Blog ist der natürliche Weg, sie zu teilen.
Mit SEO-Kenntnissen (siehe unten) können Sie überlegen, welche Fragen Ihre Kunden haben, und sie in eigenen Blogartikeln beantworten. Denken Sie daran: Menschen suchen nützliche Informationen, nicht bloß Produktwerbung. Nutzen Sie also Ihr Fachwissen, um ihnen zu helfen. Spielen Sie auch Ihre Stärken aus. Stehen bestimmte Inhaltsstoffe im Mittelpunkt Ihrer Produkte, schreiben Sie darüber, wie genau sie wirken und wie sie zu gesunder Haut oder gesundem Haar beitragen. Vielleicht haben Sie Tipps und Tricks für eine Hautpflegeroutine. Denken Sie an alle Probleme, die Sie mit Ihren Produkten lösen möchten, und daran, wie Sie daraus Inhalte machen, die Ihre Kunden nutzen können.
6. SEO für Hautpflege im Blick behalten
Schätzungsweise ein Drittel Ihres Traffics kann aus der Suchmaschinenoptimierung stammen, sie ist also nicht zu vernachlässigen. Das Grundprinzip von SEO-Marketing: Potenzielle Kunden, die nach Hautpflegeprodukten oder Informationen suchen, sollen Ihre Website leicht finden.
Suchmaschinenoptimierung ist zugleich Kunst und Handwerk, und manche widmen ihr eine ganze Karriere. Um anzufangen, müssen Sie aber kein SEO-Genie sein.
Legen Sie zuerst fest, mit welchen Suchbegriffen Kunden Ihrer Meinung nach auf Ihre Website kommen. Wenn Sie „Hautpflege“ in die Google-Suchleiste tippen, sehen Sie bereits, welche Suchbegriffe besonders beliebt sind.
Sie können auch ausgefeiltere Tools wie den Keyword Explorer von Moz oder Ahrefs nutzen, um Suchbegriffe für die Optimierung zu finden.
7. Mit SMS-Marketing starten
SMS steht für Short Message Service, doch wir alle kennen es eher als Texten. Während die Postfächer vieler Menschen voller Werbe-E-Mails sind, ist SMS-Marketing ein hervorragender Weg, das Rauschen zu durchbrechen und Ihre Botschaft direkt auf das Handy Ihrer Kunden zu bringen.
Mit dieser Marketingmethode können Sie Produkte bewerben, Sales und Rabatte ankündigen und Kunden binden. Laut Gartner erreichen SMS eine Öffnungsrate von 98 %, E-Mails dagegen 25 %.
Der Vorteil: Da es sich um Opt-in-Marketing handelt, wollen die Menschen, die sich für SMS anmelden, wirklich von Ihnen hören. Ihre Kontaktliste ist vielleicht kleiner als die für E-Mails, enthält aber Ihre treuesten Kunden.
Der Nachteil: SMS-Marketing kann teuer sein. Eine SMS-Software kann zwischen 0,50 und 1,75 Dollar pro Nachricht kosten, doch das kann sich auszahlen. Bushbalm verzeichnet einen Return on Investment von 1,30 $ pro versendeter SMS.
Von der Idee zur Umsetzung
Jetzt sind Sie gut gerüstet, um Ihren Marketingplan für Hautpflege umzusetzen. Sie haben gelernt, Ihre Produktbeschreibungen aufzuwerten und mehr Besucher auf Ihre Website zu holen. Doch hören Sie hier nicht auf! Beobachten Sie weiter, was andere Hautpflegemarken tun, und experimentieren Sie weiter.
FAQ zum Marketing für Hautpflege
Wie kann ich für meine Hautpflegeprodukte werben?
Es gibt viele Möglichkeiten, für Ihre Hautpflegeprodukte zu werben. Sie können Ihre Produkte über soziale Medien, mit SEO, per SMS, über Influencer oder mit Content-Marketing vermarkten. Sie können Social-Media-Werbung ausprobieren, etwa auf Facebook oder Instagram, oder Anzeigen bei Google schalten.
Ist ein Hautpflegeunternehmen rentabel?
Das kann es sein! Es gibt viele Beispiele erfolgreicher Hautpflegeunternehmen, und ein solider Marketingplan kann Ihnen helfen, eines davon zu werden.
Wer ist die Zielgruppe für Hautpflegeprodukte?
Die Zielgruppe Ihrer Hautpflegeprodukte hängt davon ab, was Sie verkaufen. Manche Marken sprechen ältere Menschen mit Anti-Aging-Pflege an, andere stellen Produkte ausschließlich für Männer her.
Wo finde ich Hersteller von Hautpflegeprodukten?
Es gibt mehrere Verzeichnisse von Hautpflegeherstellern, die Sie über eine einfache Google-Suche finden. Im Bereich Hautpflege ist es jedoch wichtig, Hersteller sorgfältig zu prüfen. Suchen Sie nach Bewertungen und Erfahrungsberichten, fragen Sie nach Referenzen und nach Mustern der Hautpflegeprodukte.
Wie lege ich den Preis für Hautpflegeprodukte fest?
Addieren Sie Ihre Kosten: die Produktionskosten des Produkts plus die zugehörigen Gemeinkosten plus Ihre Gewinnmarge. Sehen Sie sich die Preise Ihrer Wettbewerber an und achten Sie darauf, dass Ihre Produkte in einer vernünftigen Preisspanne liegen. Sie können Preise auf Ihrer Website testen, um die Spanne zu finden, die bei Rentabilität und Absatz am besten abschneidet.












































